Schon beim Betreten der Wunderino Arena war klar: Dieser Abend würde kein gewöhnliches Konzert werden. Die Atmosphäre war elektrisierend – ein gespannter Mix aus Neugier, Vorfreude und einer spürbaren Erwartung, etwas Einzigartiges zu erleben. Zwei völlig unterschiedliche Klangwelten an einem Abend, und doch passte es erstaunlich gut zusammen.
Den Anfang machten The HU – eine Band, die ich jetzt zum zweiten Mal live erleben durfte. Was sie auf die Bühne brachten, war pure Energie. Der traditionelle Kehlkopfgesang in Kombination mit Rockgitarren, traditionellen Instrumenten und wuchtigen Rhythmen ging sofort in Mark und Bein.
Heilung – Ein Ritual in Klang und Bewegung
Nach einer kurzen Umbaupause wurde es dunkel – und die Welt veränderte sich schlagartig. Heilung betraten die Bühne nicht einfach, sie erschienen. Räucherwerk, Nebel, dumpfe Trommeln – der Übergang in eine andere Wirklichkeit begann.
Was danach folgte, war kein klassisches Konzert, sondern ein ritueller Akt, getragen von archaischen Rhythmen, alten Sprachen, körperbetontem Gesang und einer Bildsprache, die irgendwo zwischen nordischer Mythologie, Schamanismus und Theater lag.
Besonders intensiv waren Momente wie Galgaldr oder Hamrer Hippyer, bei denen die gesamte Arena in kollektiver Bewegung zu sein schien. Es wurde nicht getanzt, nicht geklatscht – man erlebte. Viele um mich herum standen einfach nur da, die Augen geschlossen, tief versunken in diesen urtümlichen Klängen.
Die Musiker auf der Bühne agierten wie eine zeremonielle Gemeinschaft – kein „Wir spielen für euch“, sondern ein „Wir machen das gemeinsam mit euch“. Jeder Ton, jeder Schrei, jede Trommelwirbel hatte Bedeutung. Und das Lichtdesign – spärlich, erdig, rituell – verstärkte die Wirkung nur noch.

Beeindruckender Abend, alles super
nur eins war ultimativ negativ:
VIEL ZU LAAAAAUHUUT
was soll das??????
warum macht man das?????
wir sind doch nicht auf einer Freilichtbühne/-arena wie Wacken mit 100000 Gästen.