Wenn sich das beschauliche Brande-Hörnerkirchen im Kreis Pinneberg in ein Mekka für Liebhaber von klassischem Heavy, Speed und Thrash Metal verwandelt, dann steht das Headbangers Open Air (HOA) auf dem Kalender. Vom 23. bis 25. Juli 2026 lud die liebevoll getaufte „größte Gartenparty der Welt“ zu ihrer mittlerweile 28. Ausgabe auf das ehemalige Hofgelände in Schierenhöh ein. Unter dem gewohnt unkomplizierten Motto „Make this garden burn!“ lieferten Donnerstag und Samstag zwei gewaltige Ladungen traditioneller Riffs, kultiger Shows und familiärer Underground-Atmosphäre.
Der Donnerstag (23.07.): Kanadischer Thrash und kultiger Speed Metal
Nach dem bereits gut besuchten Aufwärmen am Mittwoch startete der donnerstägliche Auftakt mit vollem Druck auf den Boxen. Das Feld vor der rustikalen Hof-Bühne füllte sich schnell, als die ersten Bands den Staub aufwirbelten:
High-Speed-Attitüde: Ebenfalls für Begeisterung sorgte der Auftritt von Agent Steel, die mit rasendem Speed Metal und messerscharfen Gitarrensalven für reichlich rotierende Mähnen im Infield sorgten.
Melodischer Hard-Rock & Heavy-Impulse: Für den passenden Ausgleich zwischen den Thrash-Attacken sorgten Acts wie Ambush mit schwedischem Underground-Flair und die Legenden von Praying Mantis, die mit eingängigen Hooklines und klassischem NWOBHM-Sound punkten konnten.
Der Samstag (25.07.): Das große Finale mit Thrash-Gewalt und Rock-Veteranen
Nach einem kurzen Aussetzen am Freitag ging es am Samstag scharf in die Zielgerade. Der Finaltag bewies erneut, wie gut die Mischung aus internationalen Hochkarätern und Underground-Juwelen beim HOA funktioniert:
Internationale Klasse: Vor dem Hauptact sorgten die brasilianischen Death-Metal-Kämpfer von The Troops Of Doom um Ex-Sepultura-Gitarrist Jairo Guedz für düstere, brachiale Wände. Davor brachten Bengal Tigers aus Australien und die britischen Heavy-Metaller Saracen den traditionellen Festival-Vibe auf die Bretter.
Der Frühschicht-Abriss: Bereits am Nachmittag hielten Bands wie Löanshark, Fatal Embrace und Slander die Betriebstemperatur auf dem Platz hoch und brachten das Infield früh in Bewegung.
