Bad Oldesloe, 2. Mai 2026 – Das Inihaus in Bad Oldesloe ist seit Jahrzehnten die Anlaufstelle für authentische Subkultur und handgemachte Musik. Am 2. Mai, wurde einmal mehr deutlich, warum dieser Ort so wichtig für die regionale Szene ist. Mit Quiet Girl und Tiefbegabt standen zwei Acts auf der Bühne, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch perfekt in das familiäre Ambiente des Hauses passten.

Quiet Girl: Lauter als der Name vermuten lässt

Den Anfang machte das Projekt Quiet Girl. Wer hier zerbrechlichen Akustik-Pop erwartete, wurde schnell eines Besseren belehrt. Mit einer Mischung aus Indie-Vibes und einer ordentlichen Portion Garage-Rock zog die Formation das Publikum sofort in ihren Bann. Die Texte – oft tiefgründig und melancholisch – bildeten einen spannenden Kontrast zu den teils treibenden Gitarrenriffs. Im intimen Rahmen des Inihauses entstand eine dichte Atmosphäre, bei der jeder Akkord direkt beim Zuschauer ankam.
Tiefbegabt: Mit Wortwitz und Bassdruck

Nach einer kurzen Umbaupause übernahmen Tiefbegabt das Zepter. Die Band, die für ihren eigenwilligen Mix aus Punk-Attitüde und deutschsprachigem Rock bekannt ist, feuerte eine Salve nach der anderen ab. Besonders die Spielfreude und die humorvollen, oft selbstironischen Ansagen sorgten für beste Stimmung im Saal. Tiefbegabt schafften es mühelos, das Publikum zum Tanzen und Mitsingen zu bewegen. Es war laut, es war direkt und es war vor allem eines: verdammt ehrlich.
