Wenn der Novemberwind die Ostseewellen peitscht und die Festivalsaison eigentlich längst begraben liegt, dröhnen im Norden noch einmal die Gitarrenwände. Am 27. und 28. November 2026 öffnet der Ferienpark Weissenhäuser Strand seine Pforten für das Metal Hammer Paradise Festival. Das legendäre Indoor-Event beweist zum wiederholten Mal, dass man für ein amtliches Metal-Wochenende weder im Schlamm versinken noch ein Dixi-Klo aufsuchen muss. Stattdessen pilgern rund 4.000 Metalheads an die Küste, um tagsüber hochkarätige Bands abzufeiern und nachts komfortabel in festen Hotelzimmern oder Apartments zu nächtigen.

Brachiales Programm auf drei Bühnen
Musikalisch fahren die Veranstalter auch in diesem Jahr schwere Geschütze auf. Über 25 Acts teilen sich das zweitägige Spektakel auf drei unterschiedlichen Bühnen und bringen es zusammen auf über 30 Stunden harten Metalsound. Die Tagesaufteilung verspricht dabei zwei völlig eigenständige, aber gleichermaßen intensive Erlebnisse:
Der Freitag (27. November) steht ganz im Zeichen kompromissloser Härte. Als unangefochtener Headliner wird die deutsche Thrash-Metal-Institution Kreator die Haupthalle in Schutt und Asche legen. Support gibt es unter anderem von den schwedischen Melodic-Death-Meistern The Halo Effect sowie den legendären Thrash-Pionieren von Destruction. Wer es düsterer mag, darf sich auf die Gothic-Metaller von Tiamat oder die melancholischen Klänge von Lacrimas Profundere freuen. Lokale Verstärkung bringen moderne Brecher wie Setyøursails und Stellvris mit.
Am Samstag (28. November) übernimmt eine lebende Legende das Zepter: Die „Queen of Metal“ Doro Pesch reist als zweiter Headliner an und bringt eine geballte Ladung zeitloser Heavy-Metal-Hymnen mit an die Ostsee. Wer danach ein Augenzwinkern braucht, ist bei den Berliner Crossover-Kultfiguren von Knorkator bestens aufgehoben. Ergänzt wird der Samstag durch erstklassigen Hard Rock von The New Roses und Victory, während Old-School-Fans bei Sacred Reich, Unleashed und den niederländischen Death-Metallern Legion of the Damned voll auf ihre Kosten kommen.

Das Paradies abseits der Moshpits
Was das Metal Hammer Paradise von klassischen Open-Airs unterscheidet, ist das umfangreiche Urlaubs- und Rahmenprogramm. Zwischen den Konzerten lädt der Ferienpark zu weit mehr ein als nur zum kurzen Luftschnappen am Strand.
Die Besucher können im subtropischen Badeparadies abtauchen, in der Wellness-Oase die Nackenmuskeln gegen den Muskelkater regenerieren oder sich beim Metal-Karaoke, Bowling und Billard die Zeit vertreiben. Für den direkten Fankontakt sorgen zudem exklusive Autogrammstunden und Meet-and-Greets mit den Stars des Wochenendes. Kulinarisch ist man dank der zahlreichen Restaurants und Bistros auf der Promenade ebenfalls weit entfernt von der klassischen Dosen-Ravioli-Diät. Nach den Headlinern geht es nahtlos weiter: Die legendären Aftershow-Partys sorgen dafür, dass die Nacht erst in den frühen Morgenstunden endet.

hier Fotos von 2025: https://hansemeister.com/metal-hammer-paradise-2025/
Ticketsituation: Kurz vor knapp
Aufgrund des einzigartigen Konzepts genießt das Festival in der Szene absoluten Kultstatus. Wer noch mitmischen möchte, sollte nicht mehr lange fackeln: Das Event ist laut Veranstalter so gut wie ausverkauft. Ein paar letzte Rest-Tickets – sowohl als reine Festivalpässe als auch in Kombination mit den begehrten Unterkünften – lassen sich mit etwas Glück noch direkt über das offizielle Ticketportal des Festivals ergattern.
Wer also Lust auf ein verlängertes Wochenende voller Riffs, Küstenluft und bestem Komfort hat, sollte schleunigst die Kutte packen. Der herbstliche Pflichttermin für jeden Headbanger steht fest im Kalender.
